Was ist?: Entwickleroptionen

Eine in Fach-Foren oft erwähnte aber für viele Neulinge rätselhafte Sache sind die „Entwickleroptionen“. Dort können vor allem App- und Softwareentwickler bestimmte Funktionen ab- oder Hinzuschalten oder Eigenschaften erzwingen beziehungsweise deaktivieren.

 

Hierzu auch gleich ein allgemeiner Hinweis: In den Entwickleroptionen können auf manchen Geräten funktionen aktiviert bzw. deaktiviert werden die möglicherweise die Sicherheit oder Stabilität des Systems gefährden. Unter normalen Umständen wird dieses Menü nie benötigt und ihr könnt dieses Menü danach nicht mehr verschwinden lassen. Seid euch also bewusst was ihr tut!

 

Wie gelangt man nun zu diesem Menü? Ganz einfach, klickt in den Einstellungen auf „Über das Telefon“ (Diese Option kann je nach Androidversion und Hersteller anders lauten und an einem anderen Ort beziehungsweise in dieser Form nicht vorhanden sein) und scrollt dort nach ganz unten bis zu dem Eintrag „Build-Nummer„. Tippt nun auf diese 7x und eine Toast-Nachricht sollte euch nun zum Entwickler-Status gratulieren. Keine Sorge, diese Funktion beeinträchtigt nicht euer Smartphone!

In den Einstellungen solltet ihr nun den Punkt „Entwickleroptionen“ finden, klickt dort darauf und ihr findet nun eine Vielzahl an merkwürdigen Funktionen und Optionen.
Wie schon erwähnt sollte ein Gebrauch des Menüs unter normalen Umständen nie nötig sein, allerdings kann es durch besondere Umstände doch einmal nötig werden. Wir möchten euch  3 Szenarien dazu zeigen.

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Szenario 1: Zugriff über ADB

Es kann durchaus mal passieren, das der Display eures Gerätes plötzlich nicht mehr richtig reagiert, sei es durch einen Sturz oder anderer Defekte. Auch wenn euer Gerät nicht mehr richtig startet, kann euch ADB dabei helfen z.b. eure Daten zu sichern.

Um aber über den PC mit ADB auf euer Gerät zugreifen zu können, müsst ihr auf eurem Gerät das sogenannte „USB-Debugging“ aktivieren. Dies ist eine Entwicklerfunktion durch die man über sogenannte ADB-Befehle (= Android Debug Bridge) auf das Gerät zugreifen und sogar ein komplettes Systemabbild samt aller persönlicher Daten erstellt werden kann. Auch benötigt man „USB-Debugging“ um einen Custom-Kernel beziehungsweise ein Kernel-Image flashen zu können.

Hinweis: USB-Debugging stellt eine aktive Sicherheitslücke dar, ihr solltet diese Funktion nie länger als nötig aktiv lassen und niemals euer Gerät mit aktivem USB-Debugging an fremde PC’s anschließen! Über diese Schnittstelle ist das Smartphone für Schadsoftware leicht angreifbar!

 

Szenario 2: Aktiv lassen

Einige von euch kennen sicher das Problem, ihr wollte viele Daten vom oder zum PC übertragen, aber das Display geht nach wenigen Minuten immer aus und das kopieren schlägt fehl.

Eine Abhilfe schafft da die Funktion „Aktiv lassen„. Dadurch schaltet sich das Display bei eingestecktem USB-Kabel niemals ab sondern dimmt nur zu einem gewissen Grad. So könnt ihr ungestört Daten kopieren oder auch das Gerät zur Diashow nutzen

 

Szenario 3: Berührung anzeigen

Diese Funktion ist für User interessant, die selbst gerne Tutorials oder ähnliches von ihrem Handy aufnehmen wollen und eine Möglichkeit suchen wie sie ihre Berührungen für die Aufnahme sichtbar machen. Mit der Funktion „Berührung anzeigen“ erscheint automatisch dort wo ihr tippt ein weißer Punkt. Ihr könnt mit diesem Punkt auch eine gedachte Linie auf eurem Display ziehen um in der Aufnahme Wege besser verfolgen zu können.